Vita- sich für das breite Spektrum der musikalischen Welt zu interessieren - sich nicht festlegen zu wollen auf eine bestimmte Spielform - sich nicht mit einem Instrument zu begnügen - sich mit anderen Kunstformen auseinanderzusetzen - sich somit zwischen viele Stühle zu setzen - sich musikalisch oft von einem Ort zum andern zu bewegen ohne irgendwo ausschließlich bleiben zu wollen - sich gerne auf Experimente einzulassen - sich auch immer wieder zu fragen wie es weitergehen kann - so ließe sich meine Arbeitsweise am ehesten charakterisieren. > Jazz - Freie Improvisation - Neue Musik < Die Zusammenarbeit mit Komponisten die auch improvisieren, Improvisatoren die auch komponieren, mit Musikern die offene Ohren haben ohne dogmatische Grenzen zu ziehen, liegt mir dabei besonders am Herzen. Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit anderen Kunstformen, die immer wieder aufs Neue herausfordert und inspiriert. „Im Prinzip Jazz“ Die Begeisterung für den Jazz mit seinen vielen unterschiedlichen Stilen und faszinierenden Musikern, hat mich als Jugendlicher zu dem Entschluss geführt auch Musiker werden zu wollen. Im Laufe der Jahre begriff ich Jazz immer mehr als geniales „Prinzip“, als Konzept, quasi als ein musikalisch alchemistisches Verfahren, mit dem man unterschiedlichste musikalische Standpunkte zu etwas neuem verschmelzen kann. „Alles fix - alles offen“ Als Instrumentalist in der Neuen Musik, besonders als Schlagzeuger, ist man oft in einer Lage, die einem „Dressurakt“ gleicht. Wann man mit welchem Schlägel (oder auch ohne) welches Instrument wie zu spielen hat, kann in einer durch einen zeitlichen Rahmen fixierten Partitur genau festgelegt sein. Um die Musik dann zum Klingen zu bringen ist es nötig, dafür einen Bewegungsablauf genau einzustudieren, wie eine Art Choreographie, wie ein fest geregeltes Ritual. Das ist die Herausforderung dieses einen Pols, der aber seine strengen Grenzen hat. Ist dagegen alles offen und man begibt sich aufs freie Feld der Improvisation, überlässt sich ganz dem „Spielen“, befindet man sich am gegenüber liegenden Pol. In der Konzentration auf den Augenblick die richtige Balance zu finden zwischen dem was musikalisch wesentlich und dem was vielleicht überflüssig ist, ist hier die Herausforderung. Zwischen diesen Polen ist es allemal spannend...
KurzvitaMichael Kiedaisch Musiker und Komponist im Spannungsfeld zwischen Neuer Musik, improvisierter Musik und Jazz. Insbesondere die Zusammenarbeit mit komponierenden Improvisatoren, improvisierenden Komponisten (Mike Svoboda, Stefano Scodanibbio, Michael Riessler, Scott Roller etc.) spiegelt dies wider. Als Komponist und/oder als Interpret beteiligt an zahlreichen Bühnen- und Hörspielproduktionen, z.B. mit dem Ballett Nürnberg („Percussiv“, „Hamlet ruft“), am Forum Theater Stuttgart („Traumlied“, „Die Glut“), bei den Freilichtspielen Schwäbisch Hall („Don Carlos“). Einige eigene Projekte (z.B.„Trieau“,„Schubertiade“), diverse Projekte mit Mike Svoboda, die Arbeit mit verschiedenen Ensembles (z.B. >gelberklang<), Studioarbeit, Workshops (z.B. mit Open_Music) und Lehrtätigkeiten an der Musikhochschule Stuttgart und der Uni Witten/Herdecke ergänzen sein Arbeitsfeld.
Ausführliche Vita Michael Kiedaischgeb.1962 in Stuttgart Von 1988 bis 2002 am Bodensee wohnhaft, neben pädagogischer Tätigkeit aktiv als freischaffender Musiker und Komponist. 1998 Gründung und künstlerische Leitung des EUROJAZZ-Festivals in Überlingen am Bodensee Seit Herbst 2002 in Freiburg im Breisgau Konzerte, Tourneen, Funk-, Fernseh-, und CD-Produktionen u.a. mit dem Percussionensemble Stuttgart, Nexus, dem Ensemble Piano&Percussion, dem Solistenensemble der Orchesterakademie Hamburg, verschiedenen Orchestern (Schloßfestspielorchester Ludwigsburg, Stuttgarter Kammerorchester, Stgt. Philharmoniker, Radiosinfonieorchester Stgt., Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, etc.) Als Studiomusiker bei diversen Produktionen beteiligt u.a. mit Mikis Theodorakis Dozent an der Universität Witten-Herdecke und an der Musikhochschule Stuttgart (Vibraphon)
Arbeitsbeispiele (Auswahl): 1997 Kompositionsauftrag der Bundesgartenschau in Gelsenkirchen für die "Phänomene im Kühlturm". 1998 Gründung des EUROJAZZ-Festival in Überlingen am Bodensee 1999 Schlagzeugsolist bei der Produktion „Percussiv" des Ballett Nürnberg 2001 Schlagzeuger in Mike Svobodas „Adult Entertainment" (2001 „Die Ballade von der neuen Welt" am Staatstheater Hannover, 2002 „14 Versuche Richard Wagner lieben zu lernen", Eclat-Festival Stuttgart) 2002 Premiere „My God Mozart" mit Mike Svobodas Quartett „DJ Cherubino" am Nationaltheater Mannheim 2003 Musik zu „Hamlet ruft", Produktion des Nürnberger Balletts 2004 Musik zu „Die Glut“ (Sandor Marai) am Forum Theater Stuttgart 2005 Musik zu Schillers „Don Carlos“ für die Freilichtspiele Schwäbisch Hall 2006 Musik zu den Tanztheaterproduktionen „Chur-Youkali“ (Klibühni Chur, Schweiz) und „3 Hochzeiten und eine Posaune“ (Italien/Holland) 2007 "Pinocchio" Hörbuchproduktion mit Michael Riessler und Marco Ambrosini 2008 CD-Produktion "Nightsongs", Projekt "mallets and reeds" mit Matthias Stich & Co.
Theater- und Tanzprojekte (Auswahl):1990 „Das Blaue vom Himmel“ (Peer de Smit), Freies Ensemble mit Ilka Schönbein u.a. 1991 „Der Kaukasische Kreidekreis“ (Brecht), Theaterwerkstatt 7 Zwerge, Regie H.H.Friedrich zwischen 1991 und 2002 zahlreiche Produktionen mit der Theaterwerkstatt 7 Zwerge, Regie H.H. Friedrich, z.B. "Der Belagerungszustand" (Camus), "Yvonne, Prinzessin von Burgund" (Gombrowicz), "Biedermann und die Brandstifter" (Frisch), "Der eingebildete Kranke" (Molière), "Südlich der Panik" (Steckel) etc. 1992 „Die Spielverderber“ (Ende), Theatergesellschaft Willisau, Schweiz Regie Livio Andreina 1993 „Der Turm“ (Hoffmannsthal), Freies Theaterensemble, Regie Christopher Marcus 1996 4. Mysteriendrama (Steiner), Goetheanumbühne Dornach, Schweiz Regie Christopher Marcus 1997 „Sand“, Musiktheater (Lampson) 1998 „Percussiv“, Ballettabend des Ballett Nürnberg, Choreographie Daniela Kurz 1999 3. Mysteriendrama (Steiner), Freies Theaterensemble, Regie H.H. Friedrich 2000 „Her Knee“ Soloperformance von Donna Corboy 2003 „Hamlet Ruft“, Ballett Nürnberg, Choreographie Daniela Kurz 2003 Eurythmie-Butoh Performance mit Melaine MacDonald und Tadashi Endo 2004 „Olaf Asteson“ mit Maarten Güppertz, Forum Theater Stuttgart 2004 „Die Glut“ (Marai) Regie David Gravenhorst 2005 „Don Carlos“(Schiller), Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Regie Manfred Weiss 2006 „Chur-Youkali“, Tanztheater mit Riikka Läser, Ivo Bärtsch (Tanz) und Martina Hug (Gesang), Klibühni Chur, Schweiz 2006/07 „3 Hochzeiten und eine Posaune“ Tanztheater mit u.a. Gia van den Akker u. Mikko Jairi 2007/08 Musikalische Leitung von "Der unglaubliche Spotz", Kinderoper von Mike Svoboda, Theater Freiburg
Discographie (Auswahl)„Jazz, Minimal, Avantgarde" im Duo mit Markus Hauke (Percussion), Audite D.Friedman/D.Samuels - Nyack, Carousel
„Mikis" mit Mikis Theodorakis, Peregrina Music
„Piano & Percussion" Audite Susan Weckus, Markus Stange, Lutz Bidlingmeier - Klavier L.Berio - Linea, für 2 Klaviere, Vibraphon und Marimba
„Aurora" und „Mein kleiner blauer Reiter" von Reinhard David Flender, Col Legno
„Symphonie" mit Werken von Elmar Lampson, Col Legno
„Tierkreis" K.H.Stockhausen, in der Version von Mike Svoboda, Wergo Mike Svoboda - Posaune, Spieluhren
„De Stad“ Ensemble >gelberklang< , Cybele
„Farben der Stille“ Ensemble >gelberklang< , Cybele
„Do you love Wagner?" mit Mike Svobodas Adult Entertainment , Wergo Mike Svoboda - Posaune, Mundharmonkia, Stimme
„Suono Rotondo“ Musik von G.Scelsi und Improvisationen, Wergo. Preis der deutschen Schallplattenkritik 2005 Mike Svoboda - Posaune
Produktionen mit eigener Musik / eigenen Arrangements:„Terra Incognita" Peregrina Music Michael Kiedaisch - Marimba, Vibraphon, Akkordeon, Percussion
„Water Mirror" TRIEAU Kiedaisch/Svoboda/Hahn November Music, England Michael Kiedaisch - Marimba, Vibraphon, Steeldrum, Percussion
„Schubertiade" 12 Lieder aus der Winterreise, bearbeitet für Quartett und Stimme, Peregrina Music Grace Davidson, Jan Holbein - Stimmen
"Nightsongs" Michael Kiedaisch/Matthias Stich - mallets and reeds - Duets and Quartets, Neuklang Michael Kiedaisch - Vibraphon
Noten:„7 mazedonische Volkslieder für Marimba solo" bei Peer (Studio Reihe Unterricht), Hamburg |
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